Rechtsanwältin
TV-Anwältin, SAT 1 „Richter Alexander Hold“

Siba kam mit ca. 6 Wochen – also viel zu jung – zu uns. Ich hatte zuvor keine Erfahrung mit Hunden. Nach Internet- und Buchrecherchen wusste ich, dass 6 Wochen für die Abgabe eines Welpen eigentlich zu früh sind. Auch wenn die Züchterin mich beruhigte, dass das kein Problem sei, ich hatte ein schlechtes Gewissen. Also habe ich im Internet nach einem/einer guten Hundetrainer/in gesucht und bin auf dich gestoßen. Aber statt mich zu beruhigen, hast Du erst mal gehörig mit mir geschimpft. Heute muss ich darüber lachen und denke immer wieder, das war das Beste was mir passieren konnte.

Bereits vor Anschaffung, war mir klar, dass der Weimaraner nicht gerade eine Rasse ohne große Probleme und Ansprüche ist. Ich brauchte also jemanden, der wirklich Ahnung von Hunden und dem Umgang mit ihnen hat. Damals hattest Du eine Internethomepage, auf der Du auch die Ausbildung von Hunden für behinderte Menschen angeboten hattest. Das hat mich letztenendes überzeugt, dich als kompetent einzustufen. Dieser Eindruck hat sich im Lauf der Zusammenarbeit auch mehr als bestätigt, wenn auch nicht so, wie ich es erwartet hätte. Wir waren bei dir mit unserem Hund in der Hundebesitzerschule und nicht unser Hund in der Hundeschule. Kurz: die Ausbildung betraf mehr mich als meinen Hund und ich musste viel lernen. Als allererstes, dass es unverantwortlich ist, einen Welpen mit erst 6 Wochen zu sich zu nehmen.

Sehr gut hat mir gefallen, dass das Lernen den täglichen, praktischen Alltag mit Siba betraf. Das heißt konkret, dass eben nicht – wie in anderen Hundeschulen – auf einem Übungsplatz Komandos eingeübt wurden. Vielmehr hast du uns theoretisch und praktisch vor Ort beigebracht, wie der Hund sich auf Straßen, Joggerwegen, im Wald, auf der Wiese, im Zoo, in der Straßenbahn, sowohl uns gegenüber als auch gegenüber Fremden, Freunden und anderen Hunden zu verhalten hat. Was wir dagegen oder besser dafür tun können. Wie und was der Hund versteht, wie wir mit ihm kommunizieren können.

Du warst immer sehr streng und deine Anforderungen hoch, aber sie haben immer zum gewünschten Ziel geführt. Auch das habe ich gelernt, in die Hundeerziehung zu übernehmen: Konsequenz immer und überall.

Das Ergebnis deiner Schule war ein Hund, den ich überallhin ohne Probleme mitnehmen konnte, ein Jagdhund den ich nahezu immer abrufen konnte – allerdings nur bei täglichem konsequentem Training. Mir hat es unglaublich viel Spaß gemacht, mit Siba zu arbeiten und ich bin überzeugt, dass es ihr genauso ging. Es war auch nach „Abschluss“ deiner Hundeschule jeden Tag harte Arbeit und eigentlich fing das Training nach der Hundeschule erst richtig an; aber ich hatte immer deine Stimme im Kopf und habe mich gefragt, was du zu diesem oder jenem Verhalten sagen würdest, wenn etwas schief gelaufen ist. Ich finde, dass ist eigentlich die größte Kompetenz, wenn einen der Hundetrainer im Kopf auch noch lange nach dem Abschluss der Schule begleitet.

Ich wünsche Dir daher weiterhin viel Erfolg und bin überzeugt, dass es nicht nur Dein Beruf, sondern Deine Berufung ist, mit Hunden zu arbeiten.

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