BoJ war einer meiner eigenen Hunde. Er ist im Mai 2003 im Alter von 1,5 Jahren vollständig erblindet. Wir haben erst nach seiner Erblindung mit der Gerätearbeit angefangen.

Ist es nicht fantastisch, wie gut sich ein blinder Hund orientieren kann?
Er hätte sicherlich nicht an einem Agility-Turnier teilnehmen können. Aber er hat mir gezeigt, wieviel Spaß Hunde auch mit einer Behinderung am Sport haben können.

Die Präzision, mit der er zum größten Teil arbeitete, war wirklich genial. Sein Stolz auf seine eigene Leistung hat mir Zeit seines Lebens riesig Freude bereitet!

Und zu guter Letzt haben wir auch noch im August 2003, also nach der Erblindung, die Begleithund-Prüfung abgelegt und bestanden.

Das ist wirkliche Team-Arbeit, denn hier geht nichts ohne Vertrauen.

Das meiste, was ich mit BoJ vor seiner Erblindung gemacht habe, haben wir auch danach weiter fortgeführt: Suchen, Radfahren (ohne Leine), Apportieren, Movie-Tricks, usw. Entgegen allem, was man immer wieder zu hören bekommt, brauchte BoJ keinen Hund, an dem er sich orientieren musste. Er konnte das ganz prima alleine. Und das ist bei den meisten behinderten Hunden, die ich kenne und schon ausgebildet habe, ebenso. Nach unserem Training konnte er sogar drei Obedience-Prüfungen mit Erfolg ablegen. Eigentlich hätte er dort mit seiner Behinderung gar nicht starten dürfen: Ich hab’s verschwiegen, die Richterinnen haben’s gar nicht gemerkt …

Es ist schade, wenn man diesen Hunden die Selbständigkeit und jeden Spaß im Leben nimmt!